Markus Korn: Ziel heißt Klassenerhalt

VfB Oberndorf II für B - Liga gerüstet titelt die GNZ vom 12. 7. 2013 Seite 14. Nachfolgend das Interview der GNZ mit Markus Korn.

Jossgrund-Oberndorf (re). Die Reserveelf des VfB Oberndorf gehört wieder der Fußball-Kreisliga B Gelnhausen an. Mit dem C-Liga-Meistertitel in der Tasche und einer Mannschaft, die einen guten Mix von drei erfahrenen Ex - Gruppenligaspielern und Jungen Nachwuchstalenten präsentiert, wollen die Jossgründer laut Trainer Markus Korn (45) den Klassenerhalt so schnell wie möglich in trockene Tücher bekommen. Der VfB startet am 4. August gegen Brachttal.

GNZ: Herr Korn, sind Sie mit mir einer Meinung, wenn ich behaupte, Ihr Team wird sich bis zur Winterpause einen sicheren Mittelfeldplatz erobert haben?

Markus Korn: Wenn ich genau wüsste, dass ich alle Spieler der abgelaufenen Saison zur Verfügung hätte, dann ja. Da es bei Verletzungssorgen aber schnell ganz anders aussehen kann, stimme ich Ihrem Satz nicht zu.

Nach dem Meistertitel in der Kreisliga C Gelnhausen herrscht bestimmt große Euphorie. Muss man diese als Trainer eher etwas bremsen als fördern?

Nein, keinesfalls bremsen. Immer fördern. Euphorie ist gut! Nur aufpassen, dass es nicht in Selbstgefälligkeit oder Überheblichkeit mündet. Aber dafür bin ich ja da um „aufzupassen".

Es gibt bestimmt Leistungsträger in der Mannschaft, die der verlängerte Arm des Trainers sind.

Mit Simon Glassen, Carsten Walz und Roger Hagemann stehen drei Spieler im Team, die mit mir schon viele Jahre in der damaligen Gruppenliga gespielt haben. Die wissen genau, worauf es im Amateurfußball ankommt. Große Erfahrung und überdurchschnittliches Leistungsvermögen bringen natürlich auch Jens Schreiber und Artis Hull mit.

Im Übrigen besteht das Team aus jungen Spunden. Heißt das auch für den Trainer, mehr loben ist effektiver als permanent kritisieren?

Wer gelobt wird, ist in der „Birne" freier, wer ständig kritisiert wird, verkrampft. Dass das Fußballspielen zum großen Teil Kopfsache ist, wissen wir alle. Also wäre ständiges Kritisieren kontraproduktiv.

Ihr Freund Gerald Geiger unterstützt Sie in vielen Belangen. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?

Er ist im Team nicht weg zudenken. Ein Organisationsgenie, er „lebt" Fußball, er „lebt" VfB, ob es in der Jugendarbeit ist oder bei den Seniorenteams. Ein Glücksfall für den Verein und über die Dorfgrenzen hinweg ein gefragter und angenehmer Gesprächspartner. Ich schätze sein großes Fachwissen, aber auch seine streitbare Art. Er sagt nicht zu allem „Ja und Amen". Mittlerweile ein guter Freund.

Die große Stärke der Mannschaft scheint zu sein, dass zweimal in der Woche unabhängig von der 1. Mannschaft trainiert wird. Damit gehören Sie zu den wenigen Trainern aller Reserveteams, die das durchziehen. Was bringen solche Übungseinheiten für Vorteile?

Den Spielern wird ganz einfach vermittelt, dass sie ein eigenständiges Team sind und keine Ersatzspieler der I. Mannschaft. Somit hat jeder die Möglichkeit, beim Trainieren der Mannschaft seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Das würde bei gemeinsamen Übungsstunden nicht funktionieren. Außerdem kann bei einer Trennung leistungsgerechter trainiert werden.

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga B gab es einen verbitterten Trainer Markus Korn. Hat der Aufstieg aus Ihnen einen glücklichen Coach gemacht?

Nein, es gab zu keiner Zeit einen verbitterten Markus Korn. Das war höchstens einmal eine "Momentaufnahme. Das Team hat aus dem Abstieg wertvolle Erfahrungen gesammelt und dazugelernt. Der Trainer übrigens auch.

Mit welchen Testspielen bereiten Sie sich auf den Tag X vor?

Am Samstag, 13. Juli spielen wir gegen den VfR Meerholz II und am Sonntag, 21. Juli gegen den SV Marjoß. Am 28. Juli erwarten wir den FC Gelnhausen II, während am Mittwoch, 31. August, das Pokalspiel gegen den FC Burgjoß auf dem Plan steht.